Fünf Kinder liegen auf dem Boden und sehen zur Kamera. Links ist der älteste Bub, daneben das älteste Mädchen. In der Mitte schaut ein sehr junges Mädchen hinter den vorderen vier Kids hervor. Rechts sind noch ein Junge und ein Mädchen.
Fünf Kinder liegen auf dem Boden und sehen zur Kamera. Links ist der älteste Bub, daneben das älteste Mädchen. In der Mitte schaut ein sehr junges Mädchen hinter den vorderen vier Kids hervor. Rechts sind noch ein Junge und ein Mädchen.
 

Bach-FAQ 111

War Johann Sebastian Bach denn ein musikalisches Wunderkind? Und was ist mit anderen klassischen Komponisten?

 

Zu den 100 wichtigsten Bach-FAQ.

Ja, war er! Aber ... noch nicht immer ...

 

Aber ... noch nicht immer !? Über 310 Jahre lang lang war Johann Sebastian Bach definitiv kein Wunderkind, gab es doch von ihm keine Kompositionen oder Berichte, die vermuten lassen, dass er vor seiner Rückkehr von Lüneburg nach Thüringen der Nachwelt musikalisch Herausragendes hinterließ. Im Jahr 1702 war das Jahr als er die Michaelis-Schule in Lüneburg abschloss . Da war Bach 17. Und mit 17 ist man kein Kind mehr. Nicht heute und auch nicht damals.

 

Spannend ist allerdings, dass sich diese Aussage zu Beginn unseres dritten Jahrtausends ändert, nämlich als man wieder einmal, wie in regelmäßigen Abständen schon oft - etwas über den Meister aus dem hübschen Eisenach erfährt. Mal taucht ein weiteres Bild von Haußmann auf, mal ist es der Besitz an Silbebergwerks-Anteilen und immer wieder ja auch: Werke, die der Thomaskantor komponiert hatte.



War Ludwig van Beethoven ein musikalisches Wunderkind?

Ja, war er! 

 

Beethoven versäumt viel Zeit in der Schule und der Vater hält ihn stattdessen an, das Klavierspiel zu üben. So kann Beethoven bis an sein Lebensende weder richtig rechnen noch schreiben. Sein Vater weckt ihn sogar nachts, damit er Freunden des Vaters, die wie der Vater selbst betrunken sind, vorspielen kann, wie gut er durch die Erziehung des Vaters spielen kann. Auch seine Mutter war alkoholabhängig. Im Alter von 8 Jahren gab Ludwig van Beethoven am 26.3.1778 sein erstes Konzert in Bonn. Klar kann man sagen: Beethoven war bereits im Kindesalter ein Genie.


War Johannes Brahms ein musikalisches Wunderkind?

Ja, Brahms war Wunderkind.

 

Beim Übertrag erkannt: Kid, da stimmt noch 'was nicht!

 

Musikalisches! Im Alter von 8 Jahren gab Ludwig van Beethoven am 26.3.1778 sein erstes Konzert in Bonn. Klar kann man sagen: Beethoven war bereits im Kindesalter ein Genie. Auch der Vater war Musiker. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren trat Johannes Brahms am Klavier zum ersten Mal öffentlich auf. Seine erstes Konzert gab er schon im Alter von 14 Jahren, das war 1847. Mit 19 unternahm er seine erste Konzertreise.


War Anton Bruckner ein musikalisches Wunderkind?

Nein.

 

Bruckner macht zwar früh mit der Musik Bekanntschaft, war auch als Kind mit 10 Jahren bereits Aushilfsorganist, aber im Sinne des Vergleichs mit den anderen Kandidaten auf dieser Seite war er kein Supermusiker im Kindesalter.


War Frédéric Chopin ein musikalisches Wunderkind?

Ja, war Chopin!

 

Anders als zum Beispiel Beethoven wurde Frédéric Francois Chopin in eine "heile Welt" hineingeboren. Dass er musikalisch mächtig 'was drauf hatte, zeigte sich bereits früh. Er gilt als Wunderkind, denn er komponierte bereits im Alter von 7 Jahren. Seine erste Polonaise druckte man bereits 1817, also auch als Chopin 7 Jahre alt war. Ein klein wenig unklar ist nun wie viel Wunderkind der Frédéric war, denn das Geburtsjahr von Chopin ist nicht ganz klar recherchierbar. Zur Auswahl stehen der 8.5.1809, der 22.2.1810 und der 1.3.1810. Chopin selbst meinte sich daran erinnern zu können, dass er am 22.2.1810 zur Welt gekommen war. Dieser Unsinn stammt natürlich von mir, aber die Frage, ob er nun 7 oder 8 Jahre alt war, als er die Welt mit dem ersten Werk beglückte, scheint unerheblich. Also, ganz klar: Wunderkind.


War Claude Debussy ein musikalisches Wunderkind?

Nein.

 

Zwar muss man erwähnen, dass Debussy bereits mit jungen 12 Jahren in einem Musik-Wettbewerb einen herausragenden zweiten Platz, ein Jahr später sogar den 1. Platz, entwickelte sich aber nach der Meinung eines einzelnen Chronist "zurück" als er in den folgenden Jahren keine so guten Platzierungen mehr erreichte. Im Alter von 18 reichte seine Qualifikation noch nicht, um alleine von der Musik zu leben. 1883 belegte er den zweiten Platz, 1884 im Alter von 22 Jahren den ersten und zwar beim Prix de Rome, der höchsten Auszeichnung für einen französischen Komponisten. Aber mit 22 ist Debussy eben nicht wirklich mehr ein Kind.


War Georg Friedrich Händel ein musikalisches Wunderkind?

Ja.

 

Es ist bekannt, dass Händel bereits im Alter von 9 Jahren 1684 anfing, Kantaten zu komponieren. Bach war zu dieser Zeit mit Vater Johann Ambrosius Bach unterwegs, um auf Hochzeiten und Festen zu singen und zu spielen. Schon im Alter von nur 12 Jahren beeindruckte Georg Friedrich Händel mit seiner Musik am preußischen Hof in Berlin. Bis zu seinem Lebensende, dass auch einige Jahre später datiert als das von Bach, waren die Könige von Preussen denn auch von Händels Musik begeistert.


War Joseph Haydn ein musikalisches Wunderkind?

Nein.

 

Entdeckt hat man Haydns musikalische Begabung, als er noch ein Kind war. 1740 bemerkte das der musikalische Direktor des Stephansdoms in Wien, als der als ­ – Scout würde man heute sagen – auf ihn aufmerksam wurde. Da war er gerade einmal 8 Jahre alt. 9 Jahre war er dann Chorsänger. Haydn war Autodidakt. Nichts weist allerdings darauf hin, dass die musikalische Leistung Haydns so herausragend war, dass man ihn – - im Sinne unserer Frage und Seite – als musikalisches Genie bereits im Kindesalter bezeichnen kann.


War Franz Liszt ein musikalisches Wunderkind?

Ja.

 

1811 ist Liszt geboren und gilt bereits zu seiner Zeit als musikalisches Wunderkind. Mit nur 7 Jahren brachte er sich selbst das Notenlesen und das Notenschreiben bei. Mit nur 9 Jahren trat er zum ersten Mal als Pianist öffentlich auf. Daraufhin ließ ihn der Vater professionell ausbilden. Die ersten Kompositionen konnten allerdings nicht an die Qualität Liszts als Pianist heranreichen. Das war allerdings nur am Anfang so und im Laufe der 702 Werke und eines ganzen Lebens änderte sich das natürlich dramatisch.


15 Fragen ... und noch keine Antworten

Ein musikalisches Wunderkind nach dem nächsten musikalischen Wunderkind. Was für eine Recherche. Aber ... ich mache sie gerne und mich begeistert ebenfalls, was ich da für euch herausfinde. Aber ... ich denke 'mal ... für die nächsten 15 brauche ich wohl einen ganzen Tag oder zwei zur Recherche und dann auch zum Texten. Und diese Zeit kommt, aber im Juni 2017 ist sie eben noch nicht zur Verfügung. Ich denke, im Herbst und Winter 2017 geht es hier weiter. Wenigstens mit einer Kurzantwort. So sorry!


War Mendelssohn Bartholdy ein musikalisches Wunderkind?

 


War Wolfgang Amadeus Mozart ein musikalisches Wunderkind?

 


War Maurice Ravel ein musikalisches Wunderkind?

 


War Franz Schubert ein musikalisches Wunderkind?

 


War Robert Schumann ein musikalisches Wunderkind?

 


War Johann Strauss, Vater ein musikalisches Wunderkind?

 


War Johann Strauss, Sohn ein musikalisches Wunderkind?

 


War Richard Strauss ein musikalisches Wunderkind?

 


War Georg Philipp Telemann ein musikalisches Wunderkind?

 


War Igor Strawinski ein musikalisches Wunderkind?

 


War Peter Tschaikowski ein musikalisches Wunderkind?

 


War Richard Wagner ein musikalisches Wunderkind?

 


War Guiseppe Verdi ein musikalisches Wunderkind?

 


War Antonio Vivaldi ein musikalisches Wunderkind?

 


War Carl Maria von Weber ein musikalisches Wunderkind?

 

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